Sprecherkreis
Beim Netzwerktreffen im November 2010 in Neudietendorf wurde zum ersten Mal ein Sprecherkreis auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Der Sprecherkreis dient als Ansprechpartner für die ThomasMesse-Initiativen und bereitet das nächste Netzwerktreffen vor. Gerne können Sie uns ansprechen, wenn Sie weitere Fragen haben. Die Kurzvorstellungen werden demnächst ergänzt.
Christiane Berthold-Scholz (Hofgeismar)
christiane.berthold-scholz@thomasmesse.org
Christiane Berthold-ScholzText folgt.
Heiner Cordes (Bremen)
Heiner CordesEin Jahr nach Beendigung meiner Berufstätigkeit als Pfarrer und Rückkehr in meine Heimatstadt Bremen bin ich auf die ThomasMesse gestoßen. Neugierig, aber auch skeptisch habe ich mich auf diesen in wesentlichen Teilen von Laien gestalteten Gottesdienst mit spirituellen Erfahrungen eingelassen.
Wenn ich mir's recht überlege - die ThomasMesse ist nach und nach zu einem wesentlichen Gestaltungselement meiner Zeit als Ruheständler geworden. Im ThomasMessen-Team, bei unseren Zusammenkünften (Plenum, Vorbereitungsgruppen, Klausuren usw.) und dann in der ThomasMesse selbst am Ende des Monats finde ich den Kontakt, den gedanklichen Austausch und die Kontemplation, die mein Bewußtsein als Christ neu bestimmt haben.
Bei den unterschiedlichen Aufgaben, die ich als Pastor in meiner „aktiven“ Zeit wahrgenommen habe, war ich stark von den jeweiligen Funktionen und Rollen, den Erwartungen anderer bestimmt. In der jetzt möglichen freien Wahl meines Engagements komme ich mehr zu dem, was in dieser Zeit wirklich zu mir gehört. Das erlebe ich immer wieder als Geschenk.
Die Gemeinschaft in der ThomasMesse, aber auch die offene Struktur und die unterschiedlichen Elemente sind es wohl auch, durch die unsere Besucher der ThomasMesse angesprochen werden. Der Jünger Thomas gibt uns mit seiner radikalen Anfrage an die Authenzität seines Freundes Jesus eine gute Orientierung. Die annehmende Art, in der Jesus ihm begegnet, gibt auch uns Erlaubnis, zu hinterfragen, zu suchen und zu entdecken.
So bin jetzt auch gern beim Netzwerk dabei, um die ThomasMesse-Initiativen miteinander in Verbindung zu bringen und die ThomasMesse als Ergänzung zu herkömmlichen Gottesdienstangeboten deutschlandweit bekannter zu machen.
Ulla Heger (Bonn)
Ulla HegerIch bin in einem Pfarrhaus groß geworden, und so ist es nicht verwunderlich, dass mich religiöses Gedankengut geprägt und die Suche nach "der Wahrheit" - gerade in den unruhigen Phasen meines Lebens - mich immer begleitet haben. Mit der Thomasmesse schien sich eine Plattform anzubieten, auf der Fragen und Anzweifeln nicht mehr tabu sein, sondern neben der Verkündigung ihre Berechtigung haben sollten.
Die Thomasmesse erschien mir eine notwendige, zeitgemäß offene Gottesdienstform, und deshalb engagierte ich mich von Anfang an dafür. Mir ist wichtig, den Gottesdienstbesuchern nicht eine heile Glaubenswelt zu präsentieren, sondern ihre Sichtweise ernst zu nehmen und alles andere Gott zu überlassen. Seinem Wirken Raum schaffen, das ist für mich das Wesentliche bei der Feier der Thomasmesse.
Heiko Kuschel (Schweinfurt)
Heiko Kuschel
Als Pfarrer war es mir schon immer wichtig, Angebote für die Menschen zu entwickeln, die eben nicht so fest im Glauben stehen. Für die Zweifler und Kritiker. Mit ihnen ins Gespräch zu kommen und mit ihnen einen gemeinsamen Weg zu finden. Außerdem arbeite ich sehr gerne im Team - beste Voraussetzung also für eine ThomasMesse. In meiner ehemaligen Gemeinde gründete ich mit ein paar Jugendlichen den "Take Off", einen von Jugendlichen vorbereiteten, von der ThomasMesse inspirierten Gottesdienst nicht nur für Jugendliche. Meine jetzige Stelle, die Citykirche Schweinfurt, wendet sich explizit an die, die eben nicht jeden Sonntag in die Kirche kommen. Auch unser MehrWegGottesdienst ist keine lupenreine ThomasMesse. Insbesondere feiern wir kein Abendmahl, können dafür aber gemeinsam mit meinem katholischen Kollegen Gottesdienst feiern.
Ich finde die ThomasMesse ein faszinierendes Konzept, das Raum bietet für die unterschiedlichsten Begegnungen, Glaubenserfahrungen und Formen der Beteiligung. Ich glaube, dass die ThomasMesse - möglicherweise in etwas veränderter Form - noch eine große Zukunft vor sich haben kann.
Ach ja - nebenbei bin ich auch noch derjenige, der diese Website erstellt hat und sie betreut.
Hartwig und Ruth Rapp (Winsen/Luhe)
Ruth und Hartwig RappText folgt.
